Dienstag, 29. Dezember 2009

Cuba Libre oder Something is wrong

Der Cuba Libre ist wohl das Stiefkind der Longdrinks. Während Wodka mit allen möglichen Energy-Geschichten oder Fruchtsäften angeboten wird und man bei einem Gin & Tonic nach der Gin- und der Tonic Sorte gefragt wird, bekommt man einen Cuba Libre eher lieblos bis verachtend hingestellt. Offensichtlich hat der Cuba Libre keine Lobby mehr? Sind Menschen die ein solches Getränk bestellen die Mühe nicht wert? Selbst wenn wir Cuba Libre nur mit Cubanischem Rum anbieten wollten, könnten wir verschiedene Marken und Alterstufen anbieten und ebenso wäre es ein leichtes, unterschiedliche Cola anzubieten. Darüber hinaus bestünde die Möglichkeit Rum aus anderen Ländern anzubieten und ihm meinetwegen einen Landestypischen Namen zu geben oder ihn einfach als Rum & Coke zu betiteln. Auf jeden Fall hat er das nicht verdient - Cuba Libre, da bekommt der Ausruf eine ganz neue Bedeutung;)

Mittwoch, 23. Dezember 2009

Frohe Weihnacht

Ich wünsche allen ein schönes und friedliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Neue Jahr. Mit diesen Wünschen verabschiede ich mich bis zum 6.01. in den Winterschlaf. Eine Ausnahme gibt es dann aber doch, am 29.12.2009 sind die Barbesetzer zum letzten Mal im Galander zu Gast. Selbstverständlich lassen wir uns nochmal ein besonderes Menue einfallen;) Der Rumclub ist bis zum 6.01.2010 geschlossen!

Dienstag, 22. Dezember 2009

No Chance for the Grinch

So, hier nun das ganze Menue für heute Abend! Barbesetzer vs Grinch ~~~ Winter-Dream 7,00 € Orangensaft, Milch, Licor 43, Zimt ~~~ Santa Punch 8,50 € Infused Cranberry Nektar, Apfelsaft, Blue Bay Rum, Licor 43 ~~~ Triobar Hot Buttered Rum 7,50 € Apfelsaft, Old Monk, Butter, Zimt, Vanille ~~~ Monks EggNogg 9,00 € Old Monk Rum, Zucker, Milch, Ei, Muskat ~~~ Grinch Punch 8,50 € Pflaumensaft, Infused Cranberry Nektar, Old Monk, Portwein ~~~ Silver Christmas Sour 8,00 € Tanqueray No.Ten, Eiweiss, Zitrone, Orange, Zucker, Soda ~~~ Flamed Heart of Christmas 10,50 € Johnnie Walker Blue Label, Sternanis, Zimt, Portwein, Honig ~~~ Champagne for the real Grinch 12,50 € Kirschwasser, Orange-Bitter, Champagner, Homemade Grenadine ~~~ Zum vorletzten Mal die Barbesetzer im Galander Galander, Grossbeerenstr 54, Berlin-Kreuzberg

Montag, 21. Dezember 2009

Barbesetzer

So, morgen sind die Barbesetzer zum vorletzten Mal im Galander zu Gast. Wir werden morgen also nochmal das Thema .ei.n...t aufgreifen. Na was könnte das wohl sein? Von meiner Seite werden folgende zwei Drinks auf der Karte stehen: Santa´s Punch Christmas Infused Cranberry Nektar, Apfelsaft, Blue Bay Rum, Licor 43 EggNogg Old Monk Rum, Zucker, Milch, Ei, Muskat mal sehen, was Kollege Mike sich einfallen lässt ;) Die Barbesetzer werden im kommenden Jahr an neuen Orten aufspielen und ich glaube, das wird ganz spannend. Mehr dazu demnächst auf diesem Blog.

Mittwoch, 16. Dezember 2009

Feuer bei Wray Nephew (Appleton)

Vor einigen Tagen hat ein Feuer hat bei Wray Nephew in zwei Rum Lagerhäuser und einer Fass Werkstatt schweren Schaden angerichtet. Laut Aussage von David McConnel (Managing Director) hat der Vorfall aber keinen Einfluss auf die Versorgung mit Produkten von Wray Nephew! Die Lagerung findet in Jamaika an unterschiedlichen Stellen statt. Durch diese Maßnahme wird das Risiko eines Supergaus stark geschwächt. Verletzt wurde wohl niemand! Die Höhe des entstandene Schadens steht noch nicht fest.

Dienstag, 8. Dezember 2009

Cachaca kann was

Gestern habne wir ein kleines Cachaca-Tasting abgehalten. Dietrich Flath von cachaca-online.de hat uns seine Neuentdeckungen aus Brasilien präsentiert. Wir haben 8+1 Cachaca verkostet. Das war eine wirklich spannende und angenehme Geschichte. Besonders interessant fand ich den Einfluss der sehr unterschiedlichen Hölzer. Zum Beispiel das Balsamo Holz hat mir sehr gut gefallen. Ein Cachaca hatte ein klassische Eichenholz Lagerung erfahren und das hat man sofort erschmecken können. Dadurch rückt er sehr dicht an Rum heran, super gemacht, keine Frage. Allerdings verliert er etwas vom Cachaca-typischem Geschmack. Übrigens war das der der Magnifica der sehr leidenschaftlich von einem Mann destilliert wird, den man den Cachaca Professor nennt - João Luiz Coutinho de Faria. Meine beiden Favoriten waren der Sabinosa Preciosa und der Boazinha Balsamo. Ich freue mich schon auf den Stoff und hoffe, dass er bald in Berlin ankommt. Wir werden dann natürlich ein Tasting für alle interessierten anbieten. Übrigens +1 war der Casa Buco, den ich schon länger in meiner Bar stehen habe. Als mich letzte Woche ein Weinhändler seinen Casa Buco, den er neu im Portfolio hat, probieren lies, war ich sehr überrascht. Ich vermisste den gewohnten, genialen Geschmack. Wir haben dann gestern noch einmal eine Gegenprobe gemacht und siehe da, die neue Abfüllung unterscheidet sich von der alten, es fehlt etwas an Kraft und Ausdruck.

Mittwoch, 18. November 2009

Kann man den Alkoholgehalt schmecken?

So manch ein Gast meint, dass er den Alkoholgehalt „erschmecken“ kann.

Das ist allerdings so nicht richtig.

Ich hatte gestern mit einem Kollegen aus der Weinzunft ein Gespräch darüber.

Er ist der Ansicht, dass man beim Wein den Alkoholgehalt schmecken kann und dass das bei Spirituosen auch so sein müsste. Daraufhin habe ich ihm zwei Overproof Rum probieren lassen.

Zuerst den Overproof von Wray & Nephew mit 63% und dagegen eine Neuentdeckung aus London.

SUNSET EXTRA STRONG heißt dieser Rum, kommt aus St. Vincent und hat 84,5%.

Es kam wie es kommen musste, der Wray Nephew wurde als der Rum mit dem höheren Alkoholgehalt identifiziert. Diese Versuchsreihe habe ich auch schon in anderen Kombinationen aufgestellt und das Fazit lautet - Vol. % kann man nicht schmecken - zu viele Faktoren haben Einfluss auf den Geschmack und die scheinbare Stärke.

SUNSET EXTRA STRONG mit 84,5%, da schreit natürlich jeder auf - das kann man doch nicht trinken- kann man doch! Dieser Rum kommt extrem mild rüber, bedenkt man die Vol.%. Er ist sehr fruchtig mit einem tollen Zuckerrohrgeschmack. Destilliert wird er in einer Doppelsäule die er mit 87,5% verlässt und dann auf 84,5% verdünnt wird;)

Die St. Vincent Destille verwendet Melasse aus Guyana für ihre Rums. Für dieses Produkt kann man dem Destiller nur höchsten Respekt entgegen bringen. Alle, die ihn probiert haben, waren begeistert. Mit ein paar Tropfen Wasser blüht er noch mal richtig auf, wird ganz fett und eignet sich somit auch hervorragend zum Mixen.

Ich hoffe, dass wir ihn bald auch in Deutschland bekommen. Bei mir steht er ja schon;)